Bionic Flex Design (BFD)

Abbildung: Aufbau des BFD Kerns

Das Kitewaveboard unserer Träume soll sich anfühlen wie ein traditionelles Polyesterboard – federleicht und ausgestattet mit natürlichem Flex. Leider halten selbst dick laminierte Polyboards nie sehr lange den hohen Belastungen des Kitesurfens stand und brechen immer genau dann, wenn wir uns gerade in das Brett verliebt hatten. Diese Leidensgeschichte endlich zu beenden war unsere Motivation und die Lösung war BFD, das Bionic Flex Design. BFD Boards sind enorm robust, schaffen es dabei aber den geliebten Flex weitestgehend zu erhalten. Dafür verantwortlich sind der bionische Kernaufbau und dessen Verbindung zum Laminat.

Durch eine geometrische Anordnung einzelner Elemente innerhalb des Kerns konnten wir auf mehr und mehr Material verzichten, Gewicht veringern und Flex steigern. Das Prinzip ist bekannt und in der Natur häufig verwirklicht. Bambus, zum Beispiel, ist gerade deshalb so widerstandsfähig, weil sein hohler, geometrischer Aufbau flexible Strukturen schafft, die sehr viel Energie absorbieren können. Genau das wollten wir auch für unsere Kitewaveboards erreichen.

Um den bionischen Aufbau langfristig zu erhalten, muss sich die Außenhaut des Bretts fest mit dem Kern verbinden können. Um das zu ermöglichen bringt Andreas eine „Doppelvakuumtechnik“ mit anschließender Aushärtung bei hohen Temperaturen zum Einsatz. Dabei wird das Laminat bei hohem Unterdruck an den Kern gepresst und beim anschließenden Aushärten im Ofen entsteht eine unzertrennliche Verbindung, die euren Herzschmerz aus früheren Polyester Zeiten nachhaltig heilen dürfte.

Crêpe Construction (CrêCo)

Ein guter Crêpe ist schön dünn und saulecker! Inspiriert von dieser kulinarischen Erkenntnis hat DSP Shaper Andreas die Crêpe Construction entwickelt. CrêCo Boards sind grundsätzlich identisch zu unserer Standard-Boardline in BFD-Bauweise, haben jedoch einen flachen Deckaufbau und sind mit einer Dicke von 1 ⅔ inch erheblich dünner gebaut. Was soll das bringen? Ganz einfach, reduzierte Dicke und flacher Aufbau versorgen CrêCo Boards mit einem unvergleichlichen Flex und fahren sich weich und harmonisch wie die S-Klasse von Mercedes. Schläge und Stöße durch Kabbelwellen oder unsaubere Landungen werden deutlich gedämpft und die Gelenke entlastet. In der Welle erhält man durch den CrêCo Flex mehr Rückmeldung vom Board, wodurch sich die Wahrnehmung von der Welle nochmals steigert. Die reduzierte Boarddicke macht CrêCo Boards zudem noch etwas leichter. Im Team haben wir festgestellt, dass das geringe Gewicht in Kombination mit dem hohem Flex ideal ist, um komplexe Aerial Manöver zu lernen, weil das Deck gut am Fuß hängt und der Flex die Landung vereinfacht. So werden Boards in Crêpe Construction auch für den Fortgeschrittenen interessant.

Welche Bedingungen eignen sich also für CrêCo Boards? Der gesteigerte Flex und die weiche Abstimmung machen sich besonders bei Kabbelbedingungen und der harten Ostsee-Realität positiv bemerkbar. Einsteiger und Menschen mit Gelenkproblemen werden das zu schätzen wissen. Wer also viel Wert auf Fahrkomfort legt, maximales Feedback von der Welle braucht und Volumen im Board nicht benötigt, um sich in die Welle zu pumpen, der sollte ernsthaft überlegen, sein Brett in Crêpe Construction zu bestellen.

Abbildung: CrêCo- und Standardbauweise unterscheiden sich im mittleren Deckaufbau (A). Standard Boards sind durchgehend konvex (B), wohingegen CrêCo-Boards im mittleren Teil flach sind (C). Der flache Teil macht das Board durch den geringen Biegewiderstand extra flexy.